
Klappenantrieb auswählen: Drehmoment, Winkel und Sicherheitsstellung
Die erste Bedingung für Energieeinsparung in der Lüftung ist, dass die Klappe tatsächlich schließt — und das hängt am Drehmoment.
Das erforderliche Drehmoment ergibt sich aus Blattfläche (m²), Klappentyp und Dichtheitsklasse über einen Drehmomentwert je Quadratmeter. Bei dichtschließenden Klappen liegt dieser deutlich höher als bei Standardklappen. Zusätzlich sind Drehwinkel (meist 90°), Laufzeit, Regelsignal (Auf-Zu, 3-Punkt, DC 0–10 V) und die Stellung bei Spannungsausfall (mit/ohne Federrücklauf) festzulegen.
Die Folgen zu geringen Drehmoments
Eine Klappe mit zu geringem Drehmoment schließt nie ganz. Durch eine im Winter geschlossene Außenluftklappe eindringende Luft erhöht die Heizlast und erzeugt Frostgefahr. Diese Leckage bleibt oft unbemerkt, weil die Stellungsanzeige „zu" meldet.
Entscheidung zur Sicherheitsstellung
Ein Federrücklaufantrieb fährt die Klappe bei Spannungsausfall in eine vordefinierte Stellung. Bei frostgefährdeten Außenluftklappen typischerweise „zu", bei Rauchabzug „auf". Bei Komfort-Mischklappen meist nicht erforderlich.
Häufige Fragen
Kann ein Antrieb mehrere Klappen bewegen?
Mit Gestänge ist das möglich, jedoch müssen Gesamtdrehmoment und Gestängeverluste berücksichtigt werden. In der Praxis sind separate Antriebe zuverlässiger.